Erst eines Tages kam es zu einem handfesten Streit zwischen den Männern, als Ate zunächst Gladius die Nacht versprochen hatte und dann auf sich warten ließ.
Der Soldat machte sich leicht bekleidet und sichtbar voll Begierde auf die Suche nach Ate und fand sie leidenschaftlich in den Armen des Nebenbuhlers, der den Rivalen spöttisch angrinste und seine Hand auffällig auf Ates Brust legte.
Gladius stürzte sich auf den Provokateur. Doch Pan zückte eine blanke Klinge, die sich in Gladius Leib gebohrt hätte, wäre dieser nicht im letzten Augenblick zur Seite gewichen.
Ate war entrüstet über Pans hinterhältiger Attacke mit der Waffe. Sie schlug mit ihren Fäusten und Füßen auf Pan ein und verließ dann empört mit Gladius die Hütte.
Pan blieb allein zurück. Nun brodelte die Eifersucht in ihm. Erst nachdem er seiner Lust selbst nachgegeben hatte, beruhigte er sich ein wenig. Morgen würde Ate wieder zu ihm kommen. Sie würde ihn anbetteln, damit er in sie tauchte…
Doch dazu kam es nicht. Ate hatte einen bedeutenden Entschluss gefasst. Pan gehörte bestraft. In der folgenden Nacht vertraute sie sich Gladius an. Sie erzählte jedoch nur, dass sie den Schlüssel zu dem Keuschheitsgürtel vor kurzem gefunden habe, wo ihn Leda scheinbar hinterlassen habe.
Sie erzählte Gladius nichts davon, dass die Vorstellung des Versperrten auch ihr eigenes Feuer entfacht hatte. Und auch nicht, dass sie den Schlüssel schon viele Wochen besaß.
Aber das musste er ja auch nicht unbedingt wissen…
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