Deutsche Erstveröffentlichung.
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Heute war es auch wieder einmal ein Reinfall gewesen, ein Misserfolg, obwohl ich vorher so lange recherchiert und mit ihm gechattet hatte. Man kann ihnen über Facebook und was ich sonst noch an Seiten benutze, nicht richtig in die Augen schauen. Man kann sie nicht riechen, nicht deutlich sehen, wie sie sich bewegen und wie sie atmen.
„Ich bin Thomas“ hat er gesagt. Ob auch der Name falsch war, soll mir egal sein. Thomas werde ich so schnell wie möglich vergessen.
Dabei hatte es so gut angefangen. Er habe Erfahrungen, ausreichende, und umfangreiche sogar. Er habe das schon oft gemacht. Das sagen sie fast immer. Mit wem? Zwei Freundinnen seien es gewesen und beide hätten gejubelt vor Glück. Einfallsreich war er, lügen konnte er, aber mit mir umgehen, das konnte er nicht.
Als ich ihm meine Gerte in die Hand gedrückt habe, hat er dümmlich gelächelt. Er hat sie dann ein paar Mal durch die Luft sausen lassen, um mir zu zeigen, wie gut er sie bereits beherrscht. Von diesem Moment an wusste ich aber, dass er nicht der Richtige für mich ist.
Ich sah nur dieses Unverständnis in seinem Gesicht und die zu lange Zeit, die er benötigte, um zu entscheiden, wie denn mit diesem Teil in der Hand der nächste Schritt aussehen sollte. Kein Glitzern in seinen Augen, kein Zeichen des Erkennens, dieses Flackern, das ich immer in ihren Pupillen suchte und das mir anzeigte, dass er jetzt genau das Richtige mit mir machen würde.
Seine ersten Schläge waren stümperhaft. Es sind nicht die Schmerzen, die ich ersehne, es sind Vorstellungen. Oh, ich kann Schmerzen aushalten, ich kann sie sogar sehr gut und lange aushalten.
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