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Die Tagebücher einer Verwandlung
Storyline: Um ihrem Mann eine Freude zu machen, erklärt sich Bianca bereit, an einer Ausbildung zum Ponygirl teilzunehmen. Zu beider Überraschung findet sie Gefallen an ihren Erlebnissen. In dem Maße, in dem sich Bianca auf immer extremere Situationen einlässt, wächst jedoch das Unbehagen ihres Mannes über die vermeintlich gemeinsam getroffenen Entscheidungen.
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Robert, 19. Mai
Nach einer ziemlich unruhigen Nacht wurde ich nach dem Frühstück von einem Fahrer abgeholt und mit einer Limousine zu einer Art Landsitz einige Kilometer außerhalb von Amsterdam gebracht. Der Fahrer begleitete mich in einen Salon, bat mich, dort zu warten und verabschiedete sich.
Nach kurzer Zeit öffnete sich eine Terrassentür und ein Mann, ich schätzte ihn auf Anfang 40, betrat den Raum.
„Lucas Vermeulen. Guten Morgen, Herr Laub. Schön, dass Sie es einrichten konnten. Bitte entschuldigen Sie meinen Aufzug, aber ich komme gerade von der Koppel.“

„Kein Problem“, antwortete ich, „Sie haben hier ein großes Anwesen. Da gibt es sicher immer eine Menge zu tun.“
Vermeulen lächelte freundlich. „So ist es. Vor allem, wenn man eine solche … ‚Sammlung‘ besitzt, wie ich. Meine Geschöpfe brauchen viel Pflege und Zuwendung und besonders am Anfang ist es nicht leicht. Ich verfüge zwar über gutes Personal, aber das Meiste mache ich lieber selbst, damit sich gleich eine emotionale Bindung entwickelt. Bitte – setzen wir uns doch. Smoothie bringt uns gleich etwas zu Trinken.“
„Smoothie?“
Er lachte. „Ja. Klingt ein wenig albern, ich weiß, aber der Name kam mir direkt in den Sinn, als ich die Zartheit ihrer Haut bemerkte. Sie werden ja sehen.“
Nachdem wir uns gesetzt hatten, kam er gleich zur Sache. „Herr Laub, ich bin sicher, Sie haben eine Menge Fragen. Soweit ich informiert bin, wird Ihre Bianca Ihr erstes Pony, nicht wahr?“

„Ja. Weitere sind auch nicht geplant.“
„Natürlich“, meinte Vermeulen, „Sie lieben Ihre Frau. Das ist sehr schön und sehr anständig von Ihnen. Ich bin übrigens auch verheiratet. Es ist mein großes Glück, dass Manja, meine Frau, mein Hobby nicht nur akzeptiert, sondern sogar mit mir teilt. Unsere Geschöpfe sind so wunderbar, dass Manja sich ihrem Zauber auch nicht entziehen konnte.“
„Ist Ihre Frau auch … ich meine … also …“
„Nein“, lachte Vermeulen, „das wäre nichts für sie. Wenn sie wollte … dann hätte ich nichts dagegen gehabt, aber nein – das würde ihrem Wesen nicht entsprechen. Es erfordert eine gewisse … Veranlagung. Bianca hat diese Veranlagung. Zweifellos.“
„Sie kennen meine Frau?“
„Nein, nicht persönlich. Da mir HPA gehört, kann ich natürlich die Kameraaufzeichnungen einsehen und ich kenne die Berichte des Personals.“
„Wissen Sie, wie Bianca die letzte Nacht verbracht hat? Geht es ihr gut?“
„Ach, Herr Laub! Natürlich geht es ihr gut. Es ist nicht leicht und es wird auch so schnell nicht leichter, aber wir passen auf. Beim kleinsten Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, werden alle Maßnahmen getroffen, um Biancas Wohlergehen zu sichern. Es ehrt Sie, dass Sie sich Sorgen machen, aber, glauben Sie mir, das ist ganz und gar unnötig. Allerdings ist es auch … wie soll ich sagen … mitunter problematisch.“
„Inwiefern?“
„Ein Ponygirl braucht Erziehung und Erziehung erfordert Konsequenz. Das ist oft bei den Haltern nicht gewährleistet. Sie lieben Ihre Frau. Das ist gut so. Würden Sie sie behandeln wie ein kleines Kind?“
„Nein. Natürlich nicht.“
„Sehen Sie! Allerdings sind unsere Geschöpfe, jedenfalls die der Kategorien B und C, wie kleine Kinder – nein, eher wie Neugeborene. Deren Bedürfnisse unterscheiden sich ganz beträchtlich von dem, was Erwachsene benötigen.“
Er ließ mir eine Pause zum Nachdenken. Dann fuhr er fort: „Es kommt auf die richtige Mischung von Zuwendung und Strenge an. Wenn die nicht gefunden wird, scheitert das ganze Projekt. Wir sind Profis. So, wie Sie Ihr Kind erst einem Kindergarten und später einer Schule anvertrauen, so funktioniert das auch hier. Allerdings kommt noch etwas hinzu.“
Ich sah ihn fragend an.
Er lächelte. „Sie haben keine Kinder. Wenn Sie Kinder hätten, würde ich Ihnen sagen: Sie hatten noch nie ein Ponygirl. Sie wissen vielleicht, was Sie wollen und brauchen, aber wissen Sie das auch von Ihrem Pony?“
„Ich denke schon. Ich kenne Bianca.“
Vermeulens Lächeln verschwand, als er sich zu mir herüber beugte. „Ja, und? Wer ist Bianca? Das ist Ihre Ehefrau. Das Wesen, welches wir erschaffen, ist nicht mehr Bianca. Das wissen Sie doch. Sie wollten ein Ponygirl – keine als Ponygirl verkleidete Frau. Oder?“
Ich spürte, wie mir eine Schweißperle an der Stirn herunter lief. Dabei war es an diesem Morgen nicht übermäßig warm.
Ich spürte, dass es stimmte. Vermeulen hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. Genau das war der Kern all meiner Phantasien. Was sollte ich jetzt machen?
Er sah mich eindringlich an.
„Sie verstehen, was ich meine, nicht wahr?“

Ich nickte stumm.
„Gut“, sagte er, „Dann will ich Ihnen jetzt etwas über meine Pläne erzählen. Dieses Anwesen hier ist eine Ponyfarm. Weitere befinden sich in den Staaten und den Emiraten. Eine der geplanten Expansionen liegt in Deutschland. Dafür brauche ich mehr Ponies. Mein Angebot an Sie ist dies: Sie überlassen mir die Spezifikationen Ihres Ponies. Dieses bleibt … wird … Ihr Eigentum. Alle Rechte liegen nach der Übergabe bei Ihnen. Für die Ausbildung zahlen Sie keinen Cent. Dafür wird Ihr Pony einen Job auf der neuen Farm annehmen. Nur für anfallende Arbeiten und zu Showzwecken für unsere Kunden. Keine sexuellen Dienstleistungen. Ein ganz normaler Job werktags in noch abzustimmenden Zeiten und hin und wieder an Wochenenden gegen Freizeitausgleich. Wir übernehmen die Verpflegung und zahlen einen monatlichen Betrag von netto € 2.000,- an Sie. Was halten Sie davon?“
„Wenn Sie die ‚Spezifikationen‘ übernehmen … ich meine … was man so liest … ich würde ungern Bianca ohne Arme sehen. Und was ist, wenn mir etwas nicht gefällt?“
Vermeulen lachte. „Wenn Ihr Pony Ihnen nach Ende der Ausbildung nicht zusagt, zahlen wir Ihnen eine pauschale Vertragsstrafe von € 250.000,-. Das hat es allerdings noch nie gegeben. Ich nenne Ihnen gern Referenzen der Halter, die nichts dagegen haben. Amputationen werden normalerweise nur bei Kategorie C vorgenommen. Ich verstehe ja Ihre Besorgnis, aber lassen Sie uns nicht unsere Zeit mit Kleinigkeiten verschwenden! Worauf es ankommt ist, dass Sie und Bianca mit unserer Arbeit absolut zufrieden sein werden. Das garantiere ich und ich würde mich freuen, ein wirklich wunderschönes Pony auf der neuen Farm präsentieren zu können. Ich glaube, von einer solchen Vereinbarung würden alle Seiten nur profitieren. Und – von Halter zu Halter – das ist doch, was Sie sich wirklich wünschen, oder? Ein perfektes, brandneues Pony mit der Schönheit und Anmut und dem klaren Verstand Ihrer Bianca, aber mit dem einzigen Antrieb, Ihnen zu dienen und zu gefallen. Stimmt’s?“
Was sollte ich darauf antworten? Uff! Ich probierte es mit der Wahrheit: „Stimmt.“
In diesem Moment kam Smoothie mit den Getränken.

Ich hatte sie erst gar nicht gehört, weil ich in Gedanken war und der Teppich ihre Schritte dämpfte.
Zuerst sah ich ihre … Hufe. Ich frage mich, ob sie wohl immer mit diesen Dingern laufen muss. Sie stand darin lediglich auf Zehenspitzen, aber es schien ihr nichts auszumachen.
Dann verstand ich, warum sie „Smoothie“ genannt wird. Am ganzen Körper und auf dem Kopf war nicht ein einziges Haar zu sehen. Ihre Brüste hatten die Größe von Wassermelonen. Implantate – zweifellos. In den großen, erigierten Brustwarzen steckten Ringe, an denen sehr schwer aussehende Metallornamente hingen. Auf ihren „Vorderhufen“ trug sie ein Tablett. Es war mir zunächst schleierhaft, wie sie das ohne Hände und Finger balancieren konnte, aber als sie später wieder ging, sah es so aus, als ob das Tablett an den Hufen befestigt war.
Smoothie trug eine Gesichtsmaske.

„Die Kleine hat ein loses Mundwerk“, klärte mich Vermeulen darüber auf, „so dass ab und zu ein Knebel nötig ist. Es gäbe ja weitaus effektivere Methoden, aber so ist es mit ihrem Halter abgestimmt. Gefällt sie Ihnen?“
Eine schwierige Frage, wenn man das Gesicht nicht sehen kann, dachte ich und nickte. Ich überlegte, ob das hier womöglich auch Bianca zustoßen könnte. Mein Verstand und mein Gewissen waren empört bei dem Gedanken. Mein Schwanz war hocherfreut.
Ich hörte – mal wieder, wie schon ein paarmal in den letzten Tagen – nicht auf meinen Verstand und unterschrieb den angebotenen Vertrag, nachdem Smoothie den Raum verlassen hatte.
Vermeulen war zufrieden. „Sie werden es nicht bereuen, Herr Laub. So. Nun wartet noch viel Arbeit auf mich. Bitte seien Sie auch morgen mein Gast. Bis dahin habe ich meine wesentlichen Aufgaben erledigt und kann mich Ihnen dann länger widmen. Ich schlage vor, wir machen einen Ausflug mit der Kutsche. Dann können Sie auch Poffertje und Taartje kennenlernen, zwei echte C-Ponies, die schon seit einigen Jahren in meinem Besitz sind. Ich glaube, die werden Ihnen gefallen. Für den heutigen Tag steht Ihnen mein Wagen mit Fahrer zur Verfügung. Gerrit, mein Fahrer, wird Ihnen gern unser schönes Amsterdam zeigen. Machen Sie einfach mal einen Tag Urlaub, einverstanden?“
Was sollte ich sagen? „Danke, Herr Vermeulen, aber ich würde natürlich lieber sehen, wie es Bianca geht.“
„Natürlich. Natürlich wollen Sie das. Ich verstehe. Bitte verstehen Sie Ihrerseits, dass es für Bianca absolut schädlich wäre, in dieser Phase Kontakt zu Ihnen zu haben. Nein, das geht nicht. Ich mache Ihnen einen Vorschlag: In einigen Tagen organisieren wir es so, dass Sie Bianca sehen können, ohne dass sie etwas davon bemerkt. Dann können Sie sich davon überzeugen, dass es ihr gut geht. Ist das ein guter Vorschlag?“
Ich stimmte erleichtert zu.
Von Amsterdam sah ich an diesem Tag noch eine Menge. Wirklich registriert habe ich das aber nicht. Ich war … ich bin wie benebelt – von Besorgnis … und von Vorfreude. Ich wünsche mir so sehr, dass es Bianca gefällt, was man mit ihr anstellt.
Was immer das genau sein mag.
Bianca, 19. Mai
Ich kann frech und schlagfertig sein … wenn ich mich sicher fühle. Ich kann auch rebellisch sein … wenn ich weiß, dass mir nichts passieren kann.
Mein Wesen ist das nicht.
Ich weiß, dass ich nicht zur Revolutionärin geboren bin. Ich habe es lieber kuschelig. Robert hat einmal gesagt, ich sei „naturdevot“ und damit hat er, so schwer es mir fällt, das vor mir selbst einzugestehen, leider recht.
Ich glaube, wenn ich die nächste Zeit ohne seelischen Schaden überstehen will, muss ich mich fügen. Anfangs war es mir noch peinlich, wenn ich spürte, wie ich geil wurde und vor allem, warum. Inzwischen ist das mein bester Schutz geworden. Ich wehre mich nicht. Ich versuche, wann immer es möglich ist, diese absurden Situationen zu genießen.
Manchmal gelingt es.
Manchmal nicht.
Jedenfalls nicht, wenn man mit einem Strahl lauwarmen (immerhin!) Wassers geweckt wird.
Ich war sofort hellwach.

„Niiii! Bitte! Biiiitte! Ähh! So eine … prff … Scheiße!“
„Du Jammerlappen! Es ist doch warmes Wasser. Los, dreh Dich!“
„Sonya, bitte!“
„Steh auf! Gut. Umdrehen! Bücken! Okay. Stell Dich gerade hin! Ist ja gut. Das ist nur eine Waschlotion. Bitte stell‘ Dich nicht so an! Willst Du es selbst machen? Mit einem Hufeisen kriegst Du Deine Möse nicht sauber. Na, also. Geht doch. Halt still! So. Komm, hier ist ein Tuch. Siehst Du, das ist ganz weich. Zuck nicht rum, sonst überlasse ich das künftig einem männlichen Kollegen. Willst Du das?“
„Hm. Wenn er gut aussieht …?“
„Nee, ik geloof et niet! Erst rumjammern und kaum bist Du abgetrocknet, spielst Du schon wieder das Großmaul.“
„Ups. Tschuldigung.“
Sonya musste lachen.
„So. Fertig. Sieh mich an! Ich schminke Dich.“
Es dauerte eine ganze Weile. Länger jedenfalls, als wenn ich es selbst mache. Auf das Ergebnis musste ich gespannt bleiben, denn in meiner Zelle gab es keinen Spiegel.
„Sonya?“
„Ja?“
„Ist das wirklich nötig, ich meine … muss das sein, mich mit einem Wasserschlauch abzuspritzen?“
„Nur noch ein paar Tage. Es gibt dann automatische Duschen, unter die Du Dich stellen kannst. Aber nicht hier. War es denn so schlimm?“
„Ja.“ Ich machte einen Schmollmund. „Ich war doch noch gar nicht wach.“
„Du bist ja vielleicht ein Prinzesschen!“ Die Art, wie Sonya dabei lächelte, ließ mich vermuten, dass sie mich irgendwie mochte. Komischerweise beruhte das auf Gegenseitigkeit.
Ich wurde mutig: „Wie lange soll ich denn noch diese … Hufe tragen?“
„Diese Frage meinst Du nicht ernst, oder?“
Ich blickte betreten zu Boden und schwieg. Meine Augen füllten sich wieder mit Tränen, weil ich glaubte, die Antwort zu kennen.
Sonya brachte meine Haare in Ordnung und legte mir ein neues Band an. Sehr sanft bürstete sie danach noch einmal meinen Pferdeschwanz. Das war angenehm.
„Ich muss Dich etwas fragen, Pony.“
„Mein Name ist Bianca.“
„Das war er. Bis Du einen neuen Namen bekommst, nenne ich Dich einfach Pony.“
„Ich will keinen neuen Namen.“
Sonya seufzte. „Das ist nicht Deine Entscheidung. Falls Du es immer noch nicht begriffen hast: Nichts ist Deine Entscheidung. Also, Pony, ich habe gesehen, dass Du sehr hohe Absätze trägst. Kannst Du auf Zehenspitzen laufen? Bitte antworte ehrlich! Du ersparst Dir und mir damit unnötigen Aufwand.“
„Ja. Ich hatte bis vor ein paar Jahren Ballettunterricht. Ich war ganz gut, denke ich.“
„Nur ‚ganz‘ gut?“
„Nö. Sehr gut.“
„Aha. Dann müssen wir das nämlich nicht mühsam trainieren. Setz Dich hin und streck Deine Beine aus. Los!“
Irgendwie wusste ich, was passieren würde. Wahrhaben wollte ich es trotzdem nicht.
Natürlich hatte ich die Bilder in Roberts Sammlung gesehen. Immerhin trug ich schon Hufe an den Händen. Das wäre wirklich seltsam gewesen, wenn man meine Füße verschonen würde. Ich würde es ertragen müssen.
Was blieb mir denn übrig?

Es ging wieder recht schnell. Ich weiß nicht, wie die das gemacht haben, aber auch mein zweites Paar Hufe passte wie angegossen.
Es war zunächst eine wackelige Angelegenheit. Es stimmte: Hätte ich nicht schon Erfahrung im en-Pointe gehabt – ich hätte nicht in diesen Dingern stehen, geschweige denn laufen, können. Selbst für eine alte Ballett-Maus wie mich war es schwierig.
Sonya half mir mit meinen ersten Schritten auf Hufen und brachte mich in einen Raum, der meiner Zelle ähnelte, aber viel größer war. Auch hier gab es keinerlei Einrichtung bis auf eine Art Stahlrohr, das mitten im Raum stand.
Sonya legte mir eine Halskrause aus Latex um und verband sie durch eine Stange mit dem Stahlrohr.
„Du wirst feststellen, dass das Rohr sich dreht. Die Geschwindigkeit regelt ein Motor. Wenn Du nicht gleich schnell läufst, ertönt ein Signal und Du bekommst einen Gertenhieb von mir. Lass Deine Arme locker hängen. So ist es gut. Die Arme bleiben in dieser Position. Den Kopf hältst Du sehr schön. Man merkt, dass Du Ballettunterricht hattest. Jetzt zum Wesentlichen: Vergiss besser, was Du je über das Laufen gelernt hast! Du hebst ein Bein, bis Dein Oberschenkel parallel zum Boden ist. Dann stößt Du Dich mit dem Standbein nach vorn ab und wiederholst das Ganze mit dem anderen Bein. Hast Du das verstanden?“
„Ja.“
„Gut. Von nun an heißt das auch nicht mehr Bein, sondern ‚Lauf‘. Also – rechten Hinterlauf haben! Gut. Was Du jetzt lernst, ist die Art, wie Du Dich künftig im Normalfall fortbewegen wirst. Wenn Du Dich dabei erwischen lässt, wie Du es anders machst – dann möchte ich nicht in Deiner Haut stecken. Solltest Du, was ich nicht glaube, irgendwann tatsächlich einmal ohne Hufeisen unterwegs sein, dann stellst Du Dich auf Deine Zehenspitzen und läufst genau so, wie ich es Dir heute zeige.“
Ich spürte die Gerte unter meinem Oberschenkel. Sonya tätschelte damit meine an dieser Stelle so besonders zarte Haut. Das reichte, um mir Respekt einzuflößen. Ich wollte gehorchen.
„Und jetzt – los!“

Kahle Wände und Sonya. Sonst gab es nichts zu sehen. Aus Langeweile zählte ich die Umdrehungen. Ich war bei 634 angekommen (ohne ein einziges Mal geschlagen zu werden), als ich den Druck meiner Blase spürte.
„Sonya?“
„Was?!“
„Ich … äh … ich muss mal.“
„Ja, und?“
„Wie soll … äh … was soll ich …?“
„Du bist ein Pony. Da vorn ist ein Abflussgitter. Da wird später alles hinein gewischt. Wenn Du pissen musst, dann pisst Du im Laufen. So einfach ist das.“
Mir schossen wieder Tränen in die Augen. „Das kann ich nicht“ heulte ich und merkte nicht, dass ich langsamer wurde. Das Signal ertönte.
Ich konnte hören, wie Sonya ausholte.

Und dann kam der Schmerz.
Mit dem Schmerz verlor ich die Kontrolle über meinen Blasenschließmuskel und pisste tatsächlich – im Laufen – einfach auf den Fußboden.
Ich weiß nicht, was am Schlimmsten war: Die Tatsache, dass Sonya mit der Reitgerte voll durchgezogen hatte, obwohl ich dachte, dass sie mich mag? Der Schmerz selbst, der wirklich heftig war und lange anhielt? Die Erniedrigung, mich wie ein Tier entleeren zu müssen?
Ich hatte genug. Ich weinte.
Es half nicht.
Es ging weiter. Immer weiter. In meinem Zustand verlor ich nun häufiger den Rhythmus. Ich fühlte mich schwach. Mein Po brannte von den diversen Bestrafungen und ich hatte seit ungefähr 24 Stunden nichts gegessen und getrunken.
Nach einer Ewigkeit war es dann irgendwann vorbei.
Ich ließ mich einfach fallen und lag heulend auf dem Boden.

Ich hörte, wie Sonya etwas in meine Richtung schob.
„Hier, Pony. Wasser und Futter.“
Ich zögerte keinen Moment, zu den Näpfen zu robben und meine Zunge in das köstliche Nass (dabei war es nur Wasser) einzutauchen. Das war nun also meine erste Mahlzeit als Pony.

Nach dem „Essen“ wurde ich in meine Zelle gebracht.
Sonya „duschte“ mich und versorgte dann die Striemen (es waren eher Blutergüsse) auf meinem Po mit Salbe.
Es fällt mir schwer, das Geschehene aufzuschreiben. Ich bin todmüde und habe Krämpfe in den F… Hufen. Sonya hat gesagt, dass die nach zwei Tagen nachlassen; jedenfalls, wenn ein Pony so gute Voraussetzungen mitbringt wie ich.
Ich bin immer noch verletzt von der Härte, mit der sie mich bestraft hat.
Meine Lektion habe ich gelernt: Widerstand bringt Schmerzen. Also werde ich mich künftig so verhalten, wie es von einem Ponygirl erwartet wird. Das wird nicht leicht.
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Kommentare
WOW!!! Ich liebe die
WOW!!!
Ich liebe die Geschichten von dem Auor, ich verschlinge die förmlich, riesen Kompliment!!!!!!
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