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Trau keinem Russen - Teil 03

Zum ersten Teil : 
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Inspiriertes Kopfkino nach dem Lesen des SM-Thrillers "Sklavenjagd" von Tomás de Torres und darum der Handlung angelehnt.

Handlungen, Orte, Personen entsprechen nicht der Realität. Eventuelle Übereinstimmungen zufällig. Inhalt der gesamten Geschichte trägt Passagen, die nach Jugendschutzgesetz nicht für Leser unter 18 Jahren geeignet sind. Leser, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden darum hier nun aufgefordert diese Seite wieder zu verlassen. 

Kopie und unerlaubte Verbreitung durch den Autor untersagt,

( Cayt, 2012)


 

Das Erwachen, Teil 1

 

Die nachfolgenden beiden Tage verliefen in einem Wechselbad der Gefühle. Als sie Dank dieser späten Nachtschwärmer früher als angenommen in ihrer Wohnung angekommen war, war der erste Gang zum Kühlschrank. Sie holte die Wasserflasche heraus. Während sie diese öffnete, gab sie der Kühlschranktür mit der Schulter einen Stoß und lehnte sich gegen diese. Durstig trank sie die ersten Schlucke, hielt die kalte Flasche an ihre Stirn und rutschte dabei hinab gen Boden. Langsam realisierte sie endlich das Geschehen dieser Nacht, was für Folgen es schon jetzt für sie hatte. Eine Erkenntnis zeichnete sich immer stärker ab. Sie würde sich nie wieder verstecken und vor allem sich ihr Leben und ihre Träume und Ziele zurück holen.

Doch die ersten Weichen dafür wollte sie erst nachdem sie geschlafen hatte in Angriff nehmen. Sie trank einen letzten Schluck, stand wieder auf und stellte die Flasche wieder weg. Bevor sie ins Bad ging, schloss sie die Balkontür und schob eine CD in die Anlage. Die Wohnung war, nachdem sie sie gekauft und anschließend saniert und renoviert hatte, schallisoliert und darum stellte sie die Lautstärke hoch. Ihren Sieg nun richtig auskostend, sang sie mit und bewegte sich im Rhythmus der Musik in Richtung Bad. Sie zog die Sachen aus, warf sie in eine Ecke und ließ unter der Dusche heißes Wasser über ihren Körper laufen. Die Vorstellung davon, dass der Russe noch eine ganze Weile mit seinem eigenen Seil an dem Baum gefesselt auf Hilfe hatte warten müssen, schenkte ihr ein genussvolles Auflachen.

Doch ebenso rief es die Momente zurück, bevor sie ihn verlassen hatte. Erregung kehrte in sie zurück, der Blick seiner Augen, sein Geruch, der Klang seiner Stimme. Es hatte sich alles in ihr eingebrannt und mit geschlossenen Augen durchlebte sie noch einmal jede Einzelheit. Sie griff dabei nach dem Duschkopf, stellte den Wasserstrahl anders ein und mit dem Rücken an der Wand gelehnt, ihre Füße weit auseinander geschoben, hielt sie den Wasserstrahl gegen ihre Klitoris. Der Orgasmus ließ nicht lange auf sich warten. Sie kam mit einem heftigen Ausbruch, rutschte dabei hinab zu Boden, bis sie weiterhin gegen die Wand gelehnt und noch immer mit gespreizten Schenkeln langsam wieder zur Ruhe kam, diese wundervolle träge und erfüllte Erschöpfung sie dabei einhüllte. Fein zuckten dabei ihre Mundwinkel, er konnte wirklich nicht nur gut Küssen. Aber war gefährlich für sie. Nicht mehr nur wegen diesem „Spiel“.

Vergiss ihn!

Verlangte die Stimme der Vernunft in ihr. Eine andere dagegen stellte fest, dass es dafür bereits zu spät war. Ihre Schenkel zitterten nicht mehr. Sie stand auf und Duschte weiter, spülte mit dem Seifenschaum die Stimmen in ihrem Kopf weg. Doch später als sie in ihrem Bett lag, verfolgte das Paar grauer Augen ihr Einschlafen. 

Sie erwachte erst wieder als es Mittag war. Ihre Hand war nass, lag noch immer zwischen ihren Schenkeln. Sie zog sie wütend über sich selbst weg, verdammte den Russen und hoffte sämtliche Ameisen, die dort in dem Gebirge beheimatet waren, hatten ihm einen Besuch abgestattet, bevor er gefunden und losgebunden worden war. Nein, die Vorstellung davon dass er vielleicht noch immer dort auf Hilfe hoffte, erwies sich als Genugtuung dafür weil er so fest in ihr drinnen war, dass er selbst ihre Träume zu beherrschen vermochte. Sie stand auf, zog die Bettwäsche ab und stopfte sie im Bad in die Waschmaschine. Und wenn du jeden Morgen versuchst ihn damit abzuwaschen, er wird in dir bleiben! Sie stieß einen undefinierbaren wütenden Laut aus und stieg unter die Dusche, vertrieb damit wenigstens die Stimmen in ihrem Kopf.

Bei einem anschließenden Frühstück auf ihrem Balkon schaffte sie es, ihre Gedanken momentan wichtigerem zu zuwenden. Sie hatte 3 Wochen Urlaub genommen, da sie den Ausgang der Jagd nicht vorher bestimmen konnte. Zeit genug damit zu beginnen, sich ihr Leben zurück zu holen. Sie wollte sich nicht mehr als Susanna Fraiser verstecken. Sie wollte wieder ihren richtigen Namen tragen, Nadja Krutschenko. Sie war nicht 23, sie war 21. Sie hatte nicht erst mit 18 gerade so ihren Schulabschluss geschafft. Sie hatte ihn bereits 2 Jahre vor anderen ihres Jahrgangs in der Hand gehabt. Trotz aller Umstände und ohne dass ihr Vater das mitbekommen hatte. 3 Wochen bevor sie aus London verschwand, hatte sie das Zeugnis ausgehändigt bekommen. 2 Monate nach ihrem Verschwinden aus London hatte sie erfahren, dass der Mann der ihr nicht nur dabei geholfen hatte, erschossen worden war.

Und sie wollte ihre Träume und Ziele zurück. Vor allem mit dem Vorsatz setzte sie sich an ihren PC und suchte das gesamte Material zusammen, was sie für die Bewerbung zur Aufnahmeprüfung brauchte. Schrieb die Bewerbung und druckte die Noten aus. Die nächsten Aufnahmeprüfungen waren erst wieder im Frühjahr des kommenden Jahres. Nicht als Susanna Fraiser oder mit der weiteren für den Notfall bereitliegenden Identität. Sie würde als Nadja Krutschenko diese Aufnahmeprüfung bestehen, der Enkeltochter von Annakarina Krutschenko und der Tochter von Alysson Mac Call, auch wenn diese bei ihrer Geburt gestorben war und nur die größere Ähnlichkeit zu ihr, statt zu diesem Bastard von ihrem Vater, ihr geblieben war. Als alles zusammen war, in einem Umschlag und mit Briefmarken versehen war, brachte sie es sofort zum nächsten Briefkasten und warf die Bewerbung ein.

Wieder zurück rief sie Niclas an. Er war der der frühere Anwalt ihrer Großmutter. Schon seit sie aus London verschwinden musste, half er ihr mit allem dazu erforderlichen. Er hatte bei sich behalten, was sie bei ihm in sicherer Verwahrung wusste. Er hatte dafür gesorgt, dass ihr Vater auch nicht nach ihrem Verschwinden an das Erbe ihrer Großmutter herankam. Er kümmerte sich darum, dass sie aus dem Erbe ihrer Mutter auf das Geld zugreifen konnte, was sie brauchte. Das so, dass niemand dabei nachvollziehen konnte, wohin die Beträge wirklich überwiesen wurden. Und er war der einzige Mensch, mit dem sie in all den Jahren von Zeit zu Zeit Kontakt gehalten hatte.

Wodurch sie auf einmal so entschlossen war, sich nicht mehr zu verstecken, erzählte sie ihm nicht. Sie erfuhr bei diesem Telefonat, dass ihr Vater entgegen ihrer Annahme seit 2 Monaten bereits tot war. Einer seiner Geldgeber hatte nicht mehr warten wollen. Er wurde am Flussufer eines Londoner Vorortes aus dem Wasser gefischt. In seinem rechten Auge steckte ein Messer und an diesem war eine Spielkarte aufgespießt. Eine eindeutige Botschaft. Sie erfuhr von Niclas ebenso, dass die Polizei nach ihr suchte, weil sie von ihr eine Aussage erhofften. Doch das würden sie von ihr mit Sicherheit nicht bekommen. Sie hatte damals zweimal in einem Polizeirevier gestanden, hatte um Hilfe gebeten, gesagt wie es ihr ging. Was sie in dem Rattenloch, das ihr Zuhause war nachdem man sie ihrer Großmutter weggenommen hatte, täglich erwartete. Aber auch dort hatte sie keine Hilfe bekommen. Sollten sie sich erst mal um ihre korrupten und bestechlichen Beamten kümmern.

Nach dem Telefonat saß sie noch lange am Boden vor ihrem Sofa und weinte. Nicht aus Trauer. Nein, sie war diesem Geldgeber sogar dankbar, dass er endlich tat, wozu sie damals, dreimal kurz davor, doch nicht fähig gewesen war. Ihr Vater war für sie nie ein Vater gewesen. Er war für sie ein versoffener und spielsüchtiger Bastard. Sie weinte um ihre Großmutter und um das Kind, was noch immer in ihr steckte.

Am Tag darauf war noch immer das Telefon still und wieder hatte der Russe ihre Träume bestimmt. Diese Spannung in ihr wurde größer. Das Erwarten von etwas von dem man hofft, dass es niemals eintrifft, alles gut wird. Auch wenn man es eigentlich besser weiß. Sie nahm den Rat von Niclas an und blieb zumindest hier vorerst noch weiterhin Susanna Fraiser. Wartete wie von ihm geraten seinen nächsten Anruf ab. Aber sie schrieb ihre Kündigung. Ob nun noch Susanna oder bald wieder Nadja. Diese Anstellung hatte dem Verstecken gedient, auf das Geld war sie im Grunde nie angewiesen gewesen. Es gab keine Kündigungsfrist. Bevor sie mit der fertigen schriftlichen Kündigung aber ihre Wohnung verließ, entfernte sie die zusätzlichen Verriegelungen von der Tür.

Es war früher Nachmittag als sie sich auf den Weg machte. Zuvor sich umgezogen, trug sie eines der Sommerkleider, die bislang eher ungenutzt in ihrem Schrank hingen. Ihr Haar trug sie offen, hielt es nur mit einer Spange so aus ihrem Gesicht heraus, dass es offen ihren Rücken bedeckte. Den Supermarkt erreicht, ging sie direkt zum Personalbüro durch. Wie erwartet dauerte das Gespräch keine 20 Minuten und als Grund gab sie an ein besseres Angebot angenommen zu haben. Gleiches sagte sie auch den Arbeitskolleginnen, die das Leeren ihres Spinnt verfolgt und darum neugierig hinterfragten, ob Oleg Petrow dahinter steckte. Der Abend in der Bar hatte schon am darauf folgenden Montag unter allen Angestellten des Supermarktes die Runde gemacht, zu ihrem Leidwesen.

Den Supermarkt hinter sich gelassen, wollte sie nicht sofort wieder nach Hause. Sie nahm darum einen Umweg, bummelte ein wenig durch Geschäfte ohne etwas zu kaufen, saß in einem Straßenkaffee und betrachtete das an diesem vorbeiziehende Treiben. Der Nachmittag ging langsam in den Abend über, als sie sich auf den Rückweg machte. In ihren eigenen Gedanken dabei versunken, nahm sie ihr Umfeld nicht so wahr, wie sie es besser getan hätte. Sie bog in eine Gasse ein, durch die sie zu ihrer Straße gelangte. Sie achtete nur zweitrangig auf den dunkelblauen Lieferwagen, der an ihr vorbeifuhr und am Ende der Straße am Straßenrand hielt. Auf gleicher Höhe angekommen, öffnete sich plötzlich die Seitentür und 2 Männer packten sie, zogen sie ins Innere und die Tür schloss sich wieder.

Das Ganze ging so schnell von statten, dass sie erst bereits drinnen bei geschlossener Tür anfing sich zu wehren. “Hallo Kätzchen! Es gibt jemanden, der Dich sehr gern wiedersehen will“, drang eine Stimme dabei an ihre Ohren. Der Russe!

Es konnte nur der Russe dahinter stecken und es war die Antwort auf dieses Gefühl während beider vergangen Tage. „Darauf kann ich gut verzichten!“, fauchte sie wütend und angestrengt hervor. Sie versuchte sich beiden zu entziehen, trat um sich, verpasste einem der beiden einen Tritt gegen dessen Knie. Die Genugtuung war leider nur von kurzer Dauer. Beide Männer waren vorgewarnt, aber hatten nicht mit dieser Gegenwehr gerechnet. Sie wehrte sich weiterhin mit Fäusten und Tritten.

Dabei sah sie, dass hier im Laderaum des Lieferwagens ein Käfig stand. Der Boden des Käfigs war mit einer saugfähigen klinischen Unterlage ausgelegt. Sie wollte auf jeden Fall verhindern, da drinnen zu landen. Die beiden waren aber größer und kräftiger als sie und als sie mit hinter ihrem Rücken nach oben geschobenen Armen den damit einhergehenden Schmerz in ihren Schultern spürte, wehrte sie sich nicht weiter. Sie wurde so mit dem Gesicht an die Wand des Transporters gedrückt. Während einer der beiden sie so weiterhin hielt, griff der andere in ihr Haar und zog ihren Kopf zur Seite. Sie spürte einen Stich an ihrem Hals, direkt an ihrer Halsschlagader und fühlte wie ihr etwas injiziert wurde. „So gern ich noch ein wenig Dir deine Krallen stutzen würde, Kätzchen. Mein Auftrag ist aber leider ein anderer. Angenehme Träume“ Das kann von demjenigen der Beiden, der ihr das Betäubungsmittel injiziert hatte. Es wirkte zunehmend.

Noch bevor sie vollkommen weg getreten war, bekam sie noch Phasenweise mit dass die beiden sie vollkommen auszogen, sie in Metallfesseln, einem Metallhalsband und einen Keuschheitsgürtel steckten, sie in den Käfig schoben und diesen Verschlossen. „Lass uns hier verschwinden.“, war das letzte was sie noch benommen wahrnahm. Noch bevor beide vorn einstiegen, war sie vollkommen weg getreten.

Das Erwachen zog sich den gesamten Vormittag und Morgen hin. Am Morgen das erste Mal zu sich gekommen, sah sie vor sich Käfiggitter. Ihr Mund war trocken, sie hatte Durst. Der Käfig war in einer Raumecke zwischen Kaminwand und Zimmerwand eingearbeitet. 3 Seiten wurden somit von massivem Stein gesäumt. Nur nach vorn hin trennten Käfigstangen diesen Bereich vom übrigen Raum ab. Der Boden des Käfigs war gut 1 Meter über dem eigentlichen Boden angebracht. Es war eine abwaschbare und leicht gepolsterte Bodenplatte. Was sich zwischen Boden und Käfigboden verbarg, wurde nach vorn zudem durch eine gemauerte Wand verborgen.  Es gab eine Käfigtür. Aber zudem konnte der gesamte vordere Bereich bei Bedarf nach oben hin hochgeschoben werden.

Langsam sah sie sich in diesem Käfig um und sah in einer an der Wand angebrachten Halterung wirklich einen Napf. Nachdem sie sich soweit aufgerichtet und dahin geschoben hatte, sah sie dass er mit Wasser gefüllt war. Der Versuch den Napf heraus zu heben, scheiterte. Er war wirklich so festgemacht, dass sie ihn allein nicht aus der Halterung bekam. Innerlich fluchend und die gesamte Welt verdammend schluckte sie für den Moment doch Wut, Stolz und Würde hinab und neigte ihr Gesicht hinab zu dem Napf. Es siegte für dieses Mal einfach der Durst. Der Rest, einschließlich dem für den Russen sich vorgenommenen blauen Auges, mussten warten bis diese Benommenheit gewichen war. Kaum lag sie wieder, schlief sie wieder ein.

Gegen Mittag erwachte sie erneut. Die Benommenheit war gewichen und sie realisierte, dass sie nackt war. Nicht ganz, aber das einzige Kleidungsstück war der Keuschheitsgürtel. Was die Erinnerungen daran, wie sie in diese Lage kommen konnte, restlich zurück kehren ließ. Sie versuchte ihn zu öffnen, fand aber nicht mal den Verschluss. Ebenso gelang es ihr nicht die Fesseln oder das Halsband abzubekommen. Das Nächste woran sie scheiterte, war es aus diesem Käfig zu gelangen. Wütend versuchte sie an diesem Gitter zu rütteln, was ihr aber auch keine Hilfe war. Unter der Wut mischte sich nun auch wieder Angst. Oleg Petrow war Russe, sein Vater lebte in London. Hatte er ihre Großmutter gekannt? Wusste er am Ende wer sie war? Sie musste diese nicht unerhebliche Möglichkeit verdrängen, bevor die Ängste doch vollständig zurück gekehrt waren. Ängste, die sie veranlasst hatten, ihre Tür mit einem Sicherheitsschloss zu versehen und zusätzlichen Verriegelungen. Und in den ersten beiden Jahren war sie sogar mehrmals zur Tür gegangen, um sich zu vergewissern, dass wirklich alles verschlossen und verriegelt war. Nicht nur das. Es hatte Nächte gegeben, in denen sie die Kommode in ihrem Schlafzimmer, die an der Wand rechts neben der Tür stand, vor diese geschoben hatte

Sie lenkte sich damit ab, diesen Raum genauer anzusehen. Er war gut 4 Meter breit und 6 Meter lang. Besaß 2 Türen, jeweils diagonal zueinander befindlich. Direkt hier vor dem Käfig gab es eine Säule. An ihr waren Ringe an unterschiedlichen Höhen angebracht. Am Boden waren Verankerungen angebracht, ebenso an der Decke. Die Wand zwischen Käfig und Tür zeigte eine Auswahl an diversen Schlaginstrumenten. Peitschen, Gerten und anderes was sich im Moment noch ihrer Kenntnis entzog. Doch dort war noch mehr. Sauber in Reih und Glied waren noch weitere für sie ebenso deutbare Utensilien aufgebaut. Alles zusammen erzeugte in ihr Entsetzen, aber auch Erregung und daraus wieder Wut. Sie lenkte ihren Blick weiter durch den Raum. Dieser Seite gegenüber gab es 2 Fenster. Die Verglasung ließ sie zwar wissen, dass es Tag war. Aber mehr war dadurch auch nicht erkennbar. Auf dieser Seite gab es sogar einen Kamin mit einem weichen und flauschigen Teppich davor. 2 Sessel, zwischen beiden ein kleiner Tisch. Vor beiden Sesseln noch ein Möbelstück, das sie das erste Mal in ihrem Leben sah. Ein in ihr dabei ungutes Gefühl sagte ihr, dass sie es nicht weiter kennen lernen wollte. Dem Kaminbereich folgte die andere Tür. Und ebenso gab es ein Bett. Wie um sie zu verhöhnen stand es schräg gegenüber auf der anderen Seite des Raumes, während sie hier in diesem Käfig eingesperrt war. Erneut rüttelte sie vorn an der Gitterabsperrung, während sie davor aufrecht kniete.

„ Zeig Dich, wenn Du schon zu feige bist und Deine Gorillas schickst, mich einzufangen! Und vor allem lass mich hier raus, oder ich pinkle hier in Deinen verfluchten Käfig!“

Das hatte sie nicht vor. Aber ihre volle Blase rebellierte mittlerweile ebenso heftig, wie ihr Magen knurrte. Seit dem kleinen Snack gestern während ihres Bummels durch die Geschäfte hatte sie nichts mehr gegessen. Sie lauschte in die Stille, aber es tat sich nichts. Wütend stieß sie sich von dem Gitter ab und setzte sich zurück. Sie umschloss mit den Armen ihre angewinkelten Beine und legte ihre Stirn auf ihren Knien ab. „Das darf doch alles nicht wahr sein.“ Wisperte sie leise für sich und schloss ihre Augen. Wer mit dem Feuer spielt. Der weisen Erkenntnis schenkte sie nun eindeutig zu spät das richtige Gehör. Sie atmete tiefer durch, versuchte ruhig zu bleiben. Vor allem versuchte sie aber ihre volle Blase und ihren knurrenden Magen zu ignorieren…  

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Cayt
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