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Zu seinen Füßen - Tee und Kuchen (Kapitel 3a)

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„Glo-o-o-o-o-o-O   o-o-o-o-o-O   o-o-o-o-o-O   o-o-o-o-o-O   o-o-o-o-o-O   ri-a Ho-san-na in ex-cel-sis!“

 

Ein kleines Zeichen unseres Chorleiters und der letzte Ton wird sauber beendet.

Uff. Geschafft. Erstmal durchatmen. Und den verschwitzten Pulli vom Rücken lösen. Dieses Stück ist anstrengend. Zwar muss ich nur bis zum f ’’ hoch – für einen Sopran keine Hürde – aber knapp sechs Takte Glorias ohne zu atmen gehen dann doch ein bisschen an die Substanz. Vor allem, wenn man seit fast einer Stunde nichts anderes singt.

Während ich versuche, meine Bauch- und Beinmuskeln etwas zu lockern, soweit das in den leicht beengten Verhältnissen hier möglich ist, fische ich in der Hosentasche nach meinem Handy.

Ob er wohl gut her gefunden hat?

Möglichst unauffällig um mir keinen Ärger einzuhandeln, auch wenn die Probe jetzt eigentlich zu Ende ist, deaktiviere ich die Tastensperre und werfe einen prüfenden Blick auf das Display. Mahnend leuchtet mir ein roter Pfeil entgegen. Mist!

Plötzlich sind alle himmlischen Glocken und singenden Engel völlig egal und Panik steigt in mir auf. Ein verpasster Anruf. Oh, bitte nicht! Bitte sag mir jetzt nicht, dass Du es nicht geschafft hast. Dass Du es nicht gefunden hast und jetzt mit Wut im Bauch wieder auf dem Heimweg bist. Oder dass Du irgendwo mit einer Panne am Straßenrand in der Kälte stehst. Bitte, bitte nicht!

Verstohlen und in Windeseile tippe ich: „mom, gleich ende“ und bete, dass alles in Ordnung ist. Noch nie habe ich das Ende einer Probe derartig herbei gesehnt. Normalerweise bin ich so in die Arbeit vertieft, dass ich gar nicht auf die Idee komme, auf die Uhr zu schauen.

Aber hier und heute ist nicht „normalerweise“. Ich sitze oder stehe nicht wie sonst mit zwanzig Mann im Nebenraum einer Kirche, sondern befinde mich gemeinsam mit hundert anderen Menschen in einem Konzertsaal. Dieses vorweihnachtliche Chorprojekt vereint eine Zenturie von Männlein und Weiblein zwischen 14 und 74 Jahren unter einem Dach – völlig unabhängig von gesangstechnischen Vorkenntnissen. Dank der umsichtigen Planung unseres Chorleiters Patrick, die strategisch platzierte Inseln von jeweils zwei bis drei erfahrenen Chorsängern inmitten von weniger sicheren oder völlig unerfahrenen Sangesfreudigen beinhaltet, finde ich mich umgeben von den unterschiedlichsten Fremden. Neben mir die älteste Teilnehmerin in der Gruppe. Sehr nett, eine fitte und richtig liebe Omi. Leider mit strengem Mundgeruch, der besonders gut zur Geltung kommt, wenn sie sich vertrauensvoll zu mir lehnt und flüsternd eine Frage an mich richtet. Auf der anderen Seite eine Frau meines Alters, die bereits einige Chorerfahrung hat und sehr gut singt, dafür aber die Nase derartig weit oben trägt, dass es reinregnet. Hinter mir zwei Tenöre wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die mir direkt in die Ohren singen und die zu ignorieren in den kommenden Wochen meine ganz persönliche Herausforderung sein wird, und vor mir zwei nach billigem Parfum stinkende Wechseljahr-Zicken, denen die Schminke aus dem Gesicht zu bröckeln droht, wenn sie den Mund beim singen versehentlich so weit öffnen würden, wie sie es theoretisch sollten.

Heute ist die zweite von sieben geplanten Proben, an die sich zwei Konzerte anschließen werden. Ich hadere mit meiner Entscheidung an diesem Projekt teil zu nehmen, aber Aufgeben kommt nicht in Frage. Auch wenn die Stücke erstmal nicht so ganz mein Fall sind und mir die Masse der Leute unangenehm ist. Kneifen steht nicht zur Debatte. Dafür singe ich zu gern – vor allem klassische Weihnachtslieder – und dafür ist die Arbeit mit Patrick viel zu schön.

Ein paar Jahre und ein bisschen Lebenserfahrung mehr - und der Kerl könnte einen verdammt guten Dom abgeben. Selbstbewusst, willensstark, intelligent, einigermaßen gut aussehend, von Natur aus dominant, eine verheißungsvolle Stimme und grundsätzlich einfühlsam. Er kann hart sein und unerbittlich durchgreifen, genauso wie er seine sanfte Seite zeigen kann. Aber momentan ist er noch zu jung. Noch zu ichbezogen, in seinem Handeln manchmal sehr unreif. Was ihm fehlt ist die Art von Erfahrung, von Rückschlag, die einen fürs Leben lernen lässt.

 

Meine Gedanken wandern wieder zu dem Mann, der all das schon hat und ist. Zu Johannes.

Und damit zu der zweiten Sache, die heute anders ist als sonst. Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich nach der Chorprobe noch gemütlich einen Plausch mit meinen Mitsängern halte und dann nach Hause zu meinem Mann, der mir seit mehr als zehn Jahren vertraut ist, fahre – oder ob vor der Tür ein anderer wunderbarer Mann auf mich wartet.

Mein Herr.

Unwillkürlich schlägt mein Magen Purzelbäume und zwischen meinen Beinen beginnt es zu kribbeln...

 

Plötzlich raschelt die Omi neben mir mit ihrem Notenheft. Shit! Ich hab geträumt und dabei nicht mitbekommen, was jetzt angesagt ist. Ein kurzer Blick auf die Überschrift der nun aufgeschlagenen Seite schafft Klarheit. Offensichtlich hat Patrick sich entschlossen ein wenig zu überziehen und den Abend pädagogisch sinnvoller Weise mit dem leichten Stück zu beenden, das fast jeder kennt und mehr oder weniger vom Blatt gesungen werden kann. Ein entspannendes Erfolgserlebnis zum Abschluss, das einen die Schinderei der letzten Stunde vergessen lässt. Grrrrrrr! Warum muss er ausgerechnet heute derartig vorbildlich sein? Johannes steht – hoffentlich – vor dem Haus und wartet auf mich! Ich will hier raus!!! Aber das kann ich jetzt nicht bringen. Ich müsste mich durch die ganze enge Stuhlreihe quetschen und über ein Dutzend Taschen steigen, während mich alle anderen mit Blicken erdolchen würden. Also finde ich mich ungeduldig zappelnd damit ab, noch ein paar Minuten ausharren zu müssen.

 

Mit dem Ende des Liedes erfolgt der allgemeine Aufbruch. So schnell es irgendwie geht winde ich mich zwischen den Stühlen hindurch zur Garderobe, schnappe mir meine Jacke und die Reisetasche und stürme, ohne ein Wort des Abschieds an irgendjemanden, aus dem Saal, die Treppen hinunter und hinaus auf die Straße. Alles was ich in diesem Moment will, ist in seinen Armen zu liegen, den ihm eigenen Duft aus einem ganz dezenten Hauch von „fuel for life“, einem langen Bürotag und Kaffee in mich aufzunehmen und meinen Frieden in seiner Ausstrahlung von Ruhe und Sicherheit zu finden.

 

Aber keine Menschenseele ist zu sehen. Nur die vielen geparkten Autos der Sänger. Selbst wenn ich bei der Dunkelheit die einzelnen Modelle unterscheiden könnte würde mir das nichts bringen, weil ich nicht weiß, mit welchem der Fahrzeuge aus dem car-sharing-pool er heute gekommen ist. In der feuchten Kälte der Novembernacht stehe ich allein auf der Straße, blicke suchend um mich und versuche mit aller Macht, die aufkommende Enttäuschung nieder zu kämpfen. Nein! Ich werde jetzt nicht heulen! Nein, nein, nein! Abgelehnt!

Ich greife nach meinem Handy und habe den Daumen schon auf der Kurzwahltaste als einige Meter entfernt eine der Autotüren aufgeht. Wahrscheinlich habe ich das dämlichste Lächeln aller Zeiten im Gesicht, als ich ihn erkenne und eine Welle der Erleichterung und Freude mich überflutet.

 

Doch als ich endlich vor ihm stehe, ist da trotz aller Anziehungskraft wieder diese Distanz, die ich nicht einordnen kann. Wohl dosierter Abstand? Verlegenheit? Oder einfach nur seine autoritäre Ausstrahlung? Keine Ahnung. Die Umarmung, nach der ich mich so sehr gesehnt hatte, bekomme ich nicht.

Gentlemenlike nimmt er mir die Tasche ab und lädt sie in den Kofferraum, während ich Jacke und Schal auf der Rückbank verstaue um mich dann bequem auf den vorgewärmten Beifahrersitz zu kuscheln. Ob ihm wohl klar ist, dass es in meinem Fall keineswegs normal ist, einigermaßen entspannt im Auto zu sitzen wenn es nicht der Platz hinter dem Lenkrad ist?

Die ganze Fahrt über liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Nervosität? Verlegenheit? Unsicherheit vielleicht sogar auf beiden Seiten? Oder bilde ich mir das alles nur ein? Wenn er doch nur etwas sagen würde. Keinen belanglosen Smalltalk, sondern das, was ihn beschäftigt.

Was würde ich darum geben zu wissen, was in seinem Kopf und in seinem Herzen vorgeht! Schwer vorzustellen, dass er sich gerade tatsächlich nur aufs Autofahren konzentriert. Mag ja sein, dass Männer nicht so multitaskingfähig sind wie Frauen, aber zu fahren und gleichzeitig etwas zu denken ist ihnen schon zuzutrauen. Dazu kommt, dass dieses spezielle Exemplar der Gattung „homo sapiens sapiens“ hier neben mir die Bezeichnung „besonders weiser, kluger Mensch“ auf jeden Fall verdient.

Vielleicht sollte man meiner Person das zweite „sapiens“ absprechen, weil ich nicht klug genug bin, öfter mal die Klappe zu halten? Meine verbale Inkontinenz war schon immer ein Problem. Nun ist es die Angst, das gerade Gefundene wieder zu verlieren, die mir hilft, die Zunge im Zaum zu halten.

Wie gern würde ich sagen „Ich hab Dich vermisst“! Aber ich trau mich nicht. Stattdessen sitze ich neben ihm und versuche den Anschein von Coolness zu erwecken. Was, wenn ihm ein solches Bekenntnis schon wieder zu viel wäre? Zu viel Nähe? Zu viel „Parallelbeziehung“!? Und was ist, wenn es ihm nicht ähnlich geht? Dann habe ich mich lächerlich gemacht UND ihn in die Flucht geschlagen.

So vergeht fast eine ganze Stunde.

Als wir schließlich an der Car-Sharing-Station ein paar Straßen von seiner Wohnung entfernt ankommen, habe ich es immer noch nicht geschafft ihm zu sagen, wie sehr er mir gefehlt hat. Und mit jedem Schritt, den wir uns dem schmiedeeisernen Zaun nähern, rückt die Möglichkeit so etwas auszusprechen weiter in die Ferne. Ich wünschte ich könnte ihm durch die Berührung seiner Hand, die zu nehmen er mir gestattet hat solange wir uns außerhalb der Sichtweite des Hauses befinden, all das vermitteln, was ich nicht artikulieren kann und darf.

 

Als wir die knarrenden, beinahe goldfarbenen Holzstufen zu seinem Domizil erklimmen, bin ich trotz allem entspannter als sonst.

Zum Teil dürfte das auf die neuen Regeln zurückzuführen sein, welche aus dem letzten Telefonat entstanden sind. Diese beinhalten unter anderem, dass wir das Spiel nicht mehr direkt mit dem Betreten der Wohnung beginnen, sondern uns zuerst Zeit nehmen etwas zu trinken und miteinander zu reden.

Kaum ist die Tür hinter uns ins Schloss gefallen ist Johannes schon in die Küche verschwunden und beginnt mit Geschirr zu klappern.

So sehr es mich freut, dass meine Krise ihn nicht kalt gelassen hat, er meine Sorgen nicht mit einer lapidaren Handbewegung vom Tisch gewischt hat, so sehr beunruhigt mich jedoch auch sein unterdessen fast schon übereifriges Bestreben, alles „richtig“ zu machen. Gleichzeitig fühle ich mich mies. Das habe ich nicht gewollt!

Der Mann, der meine Welt auf den Kopf gestellt hat, wirkt plötzlich wie ein Vogel mit gestutzten Flügeln.

Es tut mir in der Seele weh, wie er in der vom Besuch am vergangenen Wochenende noch mit schmutzigem Geschirr und leeren Bierdosen zugestellten Küche steht und mir voller Stolz die altbackene Teekanne – noch nicht alt genug um schon wieder retromäßig cool zu sein – und die neu erworbene Tee-Auswahl präsentiert. Immerhin eine der vier Sorten trifft grundsätzlich meinen Geschmack – allerdings normalerweise mit Zucker. Nun ja, der gute Wille zählt. Man soll ja alles positiv sehen: So bleibt Raum für Entwicklung.

Meine beiden Quälgeister liefern sich gerade eines ihrer Gefechte. „Du bist ganz schön verwöhnt! Nimm was Du kriegst und sei zufrieden damit!“ schimpft die kleine Sub auf meiner linken Schulter, während mir von der anderen Seite ein verächtliches „Männer!“ aufs Trommelfell gepflanzt wird. Die kleine Spätachtundsechzigerin auf meiner rechten Schulter stemmt die Hände in die Hüften und schüttelt den Kopf. „Ein Gedächtnis wie ein Walfangnetz!“

Weil Johannes als arbeitswütiger Pseudo-Junggeselle seine Küche fast ausschließlich als Standort für die schicke Kaffee-Maschine, Vorratslager für volle und Sammelstation für leere Nespresso-Kapseln und zum Aufbacken von Tiefkühl-Pizza nutzt, ist die Ausstattung ziemlich dürftig. Einen Wasserkocher gibt es nicht. Dafür einen alten Elektro-Herd und einen Topf. Ich nutze die aus den mittelalterlichen Zuständen resultierende Wartezeit, um mich an ihn zu schmiegen und mir sowohl die längst überfällige Umarmung als auch einen Kuss zu erschleichen. Als ich ein paar Minuten später mit der dampfenden Tasse in der Hand ins Wohnzimmer gehe, beschließe ich, mich auf die Bedeutung der Geste statt auf den Geschmack des Getränks zu konzentrieren.

 

Ich mache es mir auf der furchtbar unergonomischen Uralt-Couch so bequem wie möglich und harre der Dinge, die da kommen...

 

 

Wenig später  - in der einen Hand eine Tasse duftenden Kaffee, in der anderen einen großen Teller - gesellt er sich zu mir ins Wohnzimmer. Er stellt beides auf den Couchtisch und lässt sich männlich-elegant neben mir auf das Sofa fallen. Erstaunt identifiziere ich unser Abendessen als Käsekuchen. Ein ziemlich großer und ziemlich... ähm... kalorienhaltig aussehender Käsekuchen. Amüsiert schaue ich den Mann neben mir an und verkneife mir mit aller Macht ein Grinsen. Der drückt mir ohne groß zu fragen ein Stück von dieser total gesunden und ausgewogenen Mahlzeit in die Hand, lehnt sich anschließend mit seiner eigenen Portion entspannt zurück und legt die Füße auf den Tisch.

Ohne dass es einer von uns beiden aussprechen muss sind wir uns völlig einig darüber, dass Käsekuchen als Abendessen völlig adäquat ist wenn das bedeutet, dass wir das Haus nicht verlassen müssen, um etwas in den Magen zu bekommen. Die wenigen Stunden, die wir alle paar Wochen miteinander haben, sind viel zu kostbar, um sie in Gegenwart anderer Menschen, die für unsere Gesprächsthemen sicher kein Verständnis hätten, zu verbringen.

 

Nachdem die Kohlehydrat-Aufnahme erledigt ist, können wir uns nun den wirklich wichtigen Dingen widmen.

Mit einem Ächzen schwingt er die Beine vom Tisch seitlich über die Armlehne des Sofas und arrangiert die oberen zwei Drittel seines Körpers so auf dem knautschigen braunen Leder, dass sein Kopf auf meinem Schoß zu liegen kommt. Die schwarzgerandete Brille, die ihn auf so markante Art und Weise noch attraktiver macht, landet auf dem Tisch. Als er so herum ruschelt um die optimale Position zu finden, erinnert er mich ein bisschen an einen Bernhardiner, der sich auf seinem Platz ein paar mal tappend im Kreis dreht, bevor er sich hinlegt um sich dann für die nächsten Stunden nicht mehr zu rühren. Schon wieder lächle ich über ihn. Zum Glück kann er das gerade nicht sehen.

Ich vergrabe meine Hand in seinen Haaren. Sorgsam darauf achtend, immer leichten Druck auszuüben um ein unangenehmes Kitzeln zu vermeiden, lasse ich die weiche, dunkle, leicht gelockte Fülle durch meine Finger gleiten. Für ein paar Minuten stockt die Unterhaltung, während wir beide schweigend genießen. Es ist wieder einer dieser Momente, in denen ich mein Glück kaum fassen kann. Mit einem Kloß im Hals kraule ich weiter. Meine Finger erreichen die leicht silbrige Stelle an der Schläfe, die seinem Äußeren den letzten Schliff verleiht. Da liegt dieser unglaublich attraktive, anziehende und liebenswerte Mann bei mir auf dem Sofa – völlig ahnungslos, was er mir bedeutet. Und er offenbart mir einen Teil seines Wesens, den sonst kaum jemand zu Gesicht bekommt. Jetzt endlich erteilt mir seine Körpersprache die Erlaubnis, ihn zu berühren.

 

Ich beginne mich wirklich zu entspannen und gestatte mir, unsere Zweisamkeit zu genießen, ohne ständig seine Mimik und Gestik zu interpretieren.

 

„Und warum bin ich noch mal ein sadistisches Arschloch?“, fragt er plötzlich mitten in die Ruhe hinein.

WAS???

Oh nein! Bitte nicht! Nicht schon wieder! Ich dachte das wäre erledigt?! Ich will das jetzt nicht noch mal diskutieren. Hätte ich es doch bloß nie erwähnt...

„Ähm... Das habe ich dir doch am Telefon schon gesagt.“

„Ja, aber ich würde es gern genau wissen“, beharrt er und mir ist klar, dass er wie üblich keine Ruhe geben wird, bevor er seine Antwort hat. Verdammt! Das kann doch nur darauf hinaus laufen, dass er das Gefühl hat, dass ich nur an ihm rummeckere und ihn ändern will. Mag ja sein, dass wir uns noch nicht sooooooo lange kennen, aber selbst nach dieser relativ kurzen Zeit ist mir sonnenklar, dass das nicht funktionieren würde. Selbst wenn er gewillt wäre, sich zu ändern – was eher nicht der Fall sein wird – dafür ist es einfach zu spät.

 

Ich komme mir ziemlich dämlich vor als ich beginne, ihm, meinem Herrn, noch einmal sämtliche größere und kleinere Faktoren genau dar zu legen, die in ihrer Gesamtheit zu dieser verletzenden Aussage geführt haben.

Ich hasse es!

Alles in mir sträubt sich dagegen, ihn zurecht zu weisen. An ihm herum zu mäkeln und zu kritteln ist das Allerletzte, was ich will. Es fühlt sich einfach nur falsch an. Ich will keine von diesen anstrengenden, zickigen Freundinnen sein, die einen Mann nicht sein lassen, was er nun mal ist.

Und vor allem möchte ich keine „Wunschzettel-Sub“ sein! Will kein Exemplar dieser ganz besondere Spezies sein, die sich dadurch auszeichnet, dass sie BDSM als reines Spiel und den dominanten Part als Wunscherfüller betrachten.

 

Mir ist völlig klar, dass wir beide – nicht nur er! – Grenzen setzen und Bedürfnisse formulieren sollten. Nur fällt mir das so furchtbar schwer. Nicht nur, dass aufgrund meiner Lebenssituation bereits der größte Teil der finanziellen Last unseres „Spieles“ auf seinen Schultern liegt. Es ist sehr wohl zu spüren, dass er sich Gedanken darum macht, was er wie und wann mit mir machen kann; warum ich wie auf bestimmte Dinge reagiere und woran wir gemeinsam arbeiten müssen und wollen, wenn wir der Erfüllung unserer Träume nahe kommen wollen. Wenn ich ihm nun solche eigentlich belanglosen Kleinigkeiten wie das Nichtvorhandensein eines Getränks oder nicht stattgefundene Anrufe vorwerfe, empfinde ich das als undankbar und kleinlich. Was kann er denn dafür, dass ich kein pures Wasser trinken mag wie jeder andere normale Mensch? Und wer bin ich, dass ich von einem Mann, der nicht mein Ehemann ist, verlange, sich nach einem zwölf-Stunden-Arbeitstag noch am Telefon mit meinen Problemchen auseinander zu setzen?

Andererseits...

Kompromisse gehe ich in meinem Alltag mehr als genug ein. Sie sind ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden, alltagstauglichen und beständigen Ehe.

Aber ich war nicht auf der Suche nach einem Lebensgefährten. Den habe ich schon. Sondern ich habe einen Mann gesucht, mit dem ich meine „dunklen“ Fantasien verwirklichen kann. Jemanden, der die Ausstrahlung und sowohl die körperliche als auch die geistige Kraft hat, mich zu unterwerfen. Jemanden, mit dem ich meine Lust ausleben kann. Dies ist der Zweck meiner Verbindung mit Johannes.

Warum also Kompromisse eingehen? Die Reaktionen im Internet lassen darauf schließen, dass mein Marktwert deutlich höher ist, als ich in meinen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hätte. Wenn ich zu erkennen geben würde, dass ich wieder herrenlos wäre, hätte ich tatsächlich eine beträchtliche Auswahl an Interessenten zur Verfügung.

 

Ach, das klingt alles so logisch und so einfach...

Wenn es doch nur so wäre. Sich all diese Dinge in dem Moment bewusst zu machen, wo man schon beim Klang seiner Stimme zerfließt und lediglich seine Präsenz im Raum dafür sorgt, dass man zumindest gedanklich auf die Knie geht und den Kopf senkt, ist jedoch eine enorme Herausforderung.

Was mich hauptsächlich darin bestätigt, mir den richtigen Mann für meine Wünsche gesucht zu haben.

 

Also besinne ich mich meines Rückrats und kämpfe mich noch einmal durch den Sumpf der Zweifel.

Das Gute an seiner Beharrlichkeit ist, dass wir mit der Zeit zum Kern der Problematik vordringen:

Mit der Frage nach der Definition von Strafe während des „Spiels“ kommt zum ersten Mal so richtig die Frage nach der Natur unserer Liaison auf den Tisch. Es wird deutlich, dass wir, abgesehen von nicht genau zu identifizierenden Emotionen, uns noch nicht mal in der Theorie komplett einig darüber sind, welcher Art unsere Dom-Sub-Beziehung nun eigentlich ist. Ein Thema, dass im Lauf der folgenden Monate immer wieder zur Sprache kommen wird.

Es stellt sich heraus, dass wir völlig unterschiedliche Auffassungen davon haben, welche Rolle Bestrafungen für uns beide spielen. Und damit ist auch geklärt, warum er dachte, ich hätte die Rohrstock-Schläge auf die Brust genossen, während ich sie als Bestrafung gesehen und als solche angenommen habe.

Johannes ist der Meinung, dass es für uns beide doch schließlich um die Lust an der Sache geht. Er möchte mich zwar in seinem Sinne formen, aber zu unser beider Vergnügen und möglichst ohne Strafen. Und ich? Ich versuche ihm klar zu machen, dass meine Lust in der Unterwerfung besteht. Dass Strafen für mich ein Mittel zur Erziehung sind und definitiv nicht genossen werden sollen. Wo wäre denn da der Sinn? Ich möchte kein Rollenspiel mit unartigem Schulmädchen und geilem Lehrer spielen, in dem dieser ihr zum Spaß ein bisschen den Hintern versohlt.

Ich möchte dienen.

 

Johannes schaut mich für eine ganze Weile einfach nur wortlos an. Es scheint, als ob ihm gerade eben erst ansatzweise aufgegangen wäre, in welchem Paralleluniversum wir uns bewegen. Oder besser gesagt, in welchem ich mich gern bewegen möchte. Dass das, was wir tun, für mich kein Spiel ist.

Ganz offensichtlich hat er an dieser Erkenntnis erstmal zu knabbern.

 

„Was hältst Du davon, wenn Du mir in Zukunft sagst, wann die Strafe beginnt und wann sie aufhört?“, frage ich, nachdem ich mich nach all diesen Überlegungen endlich zu einer Antwort durchgerungen habe. „Wenn Du vorher ankündigst was Du vor hast, läufst Du weniger Gefahr, versehentlich die Kontrolle zu verlieren. Und ich wüsste, woran ich bin.“

„Wie meinst Du das?“ Johannes runzelt die Brauen und schaut mich verwirrt an – womit das Vorhandensein besagten Paralleluniversums  geradezu überdeutlich sichtbar wird.

„Naja...“ Schon wieder fühlt es sich kindisch an, ihm die Wahrheit zu sagen. „Du kannst manchmal wirklich gruselig sein! Und dann kann ich nicht mehr richtig unterscheiden, ob Du nun wirklich böse auf mich bist oder nicht.“

Jetzt liegt Entsetzen auf seinem Gesicht. „Ist das Dein Ernst?“, will er wissen.

Natürlich ist es das.

Oder?

Nun bin ich diejenige, die verunsichert ist. Die Art und Weise wie er mich ansieht erschüttert mein mühsam zusammengekratztes Selbstvertrauen gewaltig. Er wirkt irgendwie verletzt. Ein bisschen traurig. Und merkwürdigerweise gleichzeitig leicht amüsiert.

Ich gerate ins Schwanken. Liege ich denn so falsch?

Dennoch stehe ich zu dem, was ich sagte.

„Ja.“

„Wie kommst Du denn darauf? Warum sollte ich böse auf Dich sein?“, fragt er nach einem tiefen Atemzug entgeistert.

Er will Beispiele? Na toll. Was soll ich jetzt sagen? Ich dachte wir hätten das am Telefon zur Genüge durchgekaut. Auf das hier bin ich nicht vorbereitet. Denk, Katharina, denk... Wann war er so gruselig?

„Ähm... also...“, stammele ich, „Am schlimmsten war es, wenn Du dachtest, dass ich Dir etwas vorzuschreiben versuche. Deine Augen sind dann fast schwarz und Deine Stimme klingt dann auf einmal ganz anders. Das ist echt unheimlich.“

Gott, ist das peinlich! Habe ich diesem Mann gerade gesagt dass er es geschafft hat, mir Angst zu machen? Jetzt hätte ich gern so ein tragbares blaues Loch wie in der o.b.-Werbung – wenn es zu peinlich wird, einfach das Teil aus der Tasche ziehen, auffalten und rein springen. In Ermangelung solch einer fantastischen Erfindung wende ich mich ab und schaue an seinem ausgestreckten Körper entlang in Richtung Gürtelschnalle.

Plötzlich kommt Bewegung in ihn. Er richtet sich auf, streckt seine Arme nach mir aus und nimmt mein Gesicht sanft in seine großen Hände. „Schau mich an!“, fordert er leise.

Unfähig ihm zu widerstehen begegne ich seinem fassungslosen Blick. Es scheint, als ob er etwas sagen will. Ich kann förmlich sehen, wie es in ihm arbeitet. Er öffnet den Mund, wie um zu sprechen, dann schließt er ihn wieder.

Für die Dauer einiger Augenblicke passiert nichts – und gleichzeitig alles auf einmal.

Ich weiß nicht, was meine Augen  ihm sagen. Ich weiß nur, dass alles gut ist. Es fühlt sich an, als ob er mir alles, was auszusprechen er nicht fähig ist, durch seine Augen und seine Berührung mitteilt. Dann hört er auf mit den Daumen über meine Wangenknochen zu streichen, löst seine Hände, schiebt sie weiter nach hinten in meine Haare und lässt sie dann hinunter zu meinem Rücken gleiten. Dabei rücken wir ein Stück zusammen und dann umschließt er mich mit seinen starken Armen. Ganz fest drückt er mich an sich. Unwillkürlich entrinnt mir ein Seufzen, als ich meine Nase an seiner Schulter vergrabe und am liebsten in ihn hinein kriechen würde.

Da ist keine Wut mehr. Keine Zweifel, keine Ängste, keine Unsicherheit. Es ist ein Moment der Erlösung und des reinen Glücks.


zur Fortsetzung >>>

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Kommentare

Bild von triple_mBB

Ehrfurcht und ein kleines bisschen Neid...

überkommen mich, wenn ich diese Geschichte lese.

Ich wünschte ich hätte bereits die Lebenserfahrung, um eine ähnliche Geschichte in der so wenig und doch so unglaublich viel passiert so fesselnd zu erzählen.

Chapeau! Ich ziehe den Hut, den ich nie trage vor dir.

 

"Er wirkt irgendwie verletzt. Ein bisschen traurig. Und merkwürdigerweise gleichzeitig leicht amüsiert."

Wir sind uns nie begegnet, aber du hast mich perfekt getroffen. :o)

 

Was fühlt Mann da?

Man ist verletzt.

Ein wenig traurig, dass man nicht halten konnte, was man (sich) versprach.

Und man ist ein wenig über sich und seine eigene Tollpatschigkeit amüsiert. (Nicht dass man grinste - aber zu einem melancholischen Lächeln reicht es)

Bild von Senara

Immer wieder schön...

... den Kommentar eines Mannes zu lesen!

Bitte nicht falsch verstehen! Natürlich sind mir sowohl Lob als auch Kritik von Frauen jederzeit mehr als willkommen! Es ist nur leider so, dass Kommentare von Männern (evtl. sogar Doms) bisher eine Seltenheit waren. Das gehört zu den Aspekten, die ich auf dieser Seite hier so mag. Da ich manchmal tagelang an einer Stelle fest hänge, weil mir die männlich-dominante Sicht der Dinge so völlig fehlt, bin ich immer sehr dankbar, feedback aus dieser Richtung zu bekommen.

 

Lebenserfahrung? Hm... Wieder einmal vermisse ich hier etwas ausführlichere Profile. (Sorry, Megs!) Ich fürchte Du überschätzt mich. Aber ich danke Dir sehr für das Kompliment. 

 

Ein bisschen mehr wird es übrigens zukünftig schon noch zur Sache gehen! :) Aber Freunde des Quickies werden bei mir wohl nie auf ihre Kosten kommen.

Bild von Borderl1ne

Seltenheitswert

"Es ist nur leider so, dass Kommentare von Männern (evtl. sogar Doms) bisher eine Seltenheit waren."

Was daran liegen dürfte, dass deine Geschichte den Leser aus dieser Gruppe so tief in ihren Bann zieht, dass er - so er sie denn ernsthaft liest - zur Selbtsreflektion geradezu gezwungen ist. Das Ergebnis dieser inneren Einkehr in Form eines Kommenars zu hinterlassen fällt den meisten, wie ich vermute und für mich selbst jedenfalls zugeben muss, nicht leicht. Zumal wir, wie deine Protagnistin nicht ganz unrichtig wenn auch etwas pauschal feststellt, es 'nicht so mit Gefühlen haben'. 

Dies hinterlassend begebe ich mich in den nächsten Teilabschnitt dieses Fahrgeschäfts, dessen Reiz für mich im Gegensatz zu anderen Lesern allerdings nichts in der atemeberaubenden Geschwindigkeit und den daraus resultierenden hohen g-Kräften besteht, sondern eher in den tiefgründigen und nichtdestotrotz humorigen Einblicke in Bereiche, die mir sonst verwehrt sind.

Bild von Senara

Re: Seltenheitswert

Lieber Borderline, danke! Nicht nur, dass nach relativ langer Zeit mal wieder ein Leser hierher gefunden und sich auch noch die Zeit für einen Kommentar genommen hat. Sondern auch für die "männliche Sichtweise". Ihr Kerle seid auf der einen Seite oft einfach gestrickt und leicht zu durchschauen oder zu manipulieren. Auf der anderen Seite hat Frau die meiste Zeit keine Ahnung, was in Euren Köpfen vor sich geht. (Auf die Idee, dass da vielleicht grade eben gar nichts vor sich geht, kommt unsereins ja nicht... ;) )

Ich weiß nicht ob Du Dir vorstellen kannst wie glücklich und gleichzeitig verlegen es mich macht, dass mein Geschriebenes zur Selbstreflektion zwingt. Das ist mehr, als ich mir je erhofft hatte.

Bild von blackkater47

sehr schön geschrieben

als ich es las, kamen mir erinnerúngen hoch, die ich schon in das schubfach des vergessen gelegt hatte.

meine erste session mit einer neuen Sub fühlte sich ähnlich an. wir hatten uns über eine schier unendlich lagen zeit am telefon ausgetauscht und ich wußte fast alles von Ihr. aber leider nur fast alles. als wir so am spielen waren und ich mich der dinge erinnerte die sie mir am telefon gesagt hat, mußte ich feststellen, dass ihr vorheriger Herr ihr nur eingeredet hat sie sei schmerzgeil und ähnliches. sie war eine sub die in ihrer erfüllung das dienen sah und nur als strafe das schlagen. so entstand an diesen abend eine disskusion mit allen für und wieder, ich als Dom hörte mir ihre meinung an und sie meine .wir diskutierten eine schier unendlich lange zeit. als wir geendet hatte nahm, ich sie auch in dem arm um ihr zu zeigen wie wichtig und wertvoll sie mir war und ist. .auch ein Dom muß sich ab und an mal sagen lassen was seine sub empfindet und sich von ihm wünscht an erziehung und hingabe. denn nicht nur die Sub schenkt sich mit ihrer Hingabe auch ein Dom hat die Pflicht ihr seine Hingabe zu zeigen. denn es ist das größte geschenk das ein Dom empfangen kann die unterwerfung und hingabe seiner sub. weshalb er ihr auch zeigen darf, dass er es genauso empfindet.

selten liest man so klar und deutlich das verhältnis DOM zu Sub und umgekehrt .als würde man mit dabei gewesen sein, so als stiller beobachter.

sehr schön und ehrlich, weiter so und es bleibt ein vergnügen auch für einen DOM deine geschichte zu lesen.

hoffentlich sind es sehr viel der Herren die es lesen und sich den spiegel vorhalten lassen.

Bild von Senara

Lieber schwarzer Kätzerich ;)

Ich danke Dir.  Du ahnst nicht, wie gut mir diese Erinnerung von Dir getan hat. Das Thema Schmerz wird immer wieder eine Rolle spielen.  Auch wenn meine Geschichte nie als "Spiegel" oder "Handbuch" geplant war (und es auch nicht werden soll!), so freue ich mich doch sehr über die Reaktionen hier. Soetwas in jemandem hervorrufen zu können macht mich glücklich. Dann bin ich auf dem Weg dorthin, wo ich hin will... 

Bild von Artaxerxes I

Eine Beziehung geht mehr

Eine Beziehung geht mehr unter die Haut als es eine Gerte, ja selbst ein bloßer Geschlechtsakt es je kann. Du beschreibst zwei lebendige Menschen in "3D" in ihrem inneren Erleben. Ich liebe es Deine Geschichte zu lesen und kann mich den Kommentatoren zu 100% anschließen. Ich ziehe meinen Hut vor Dir und warte geduldig und doch voller Vorfreude auf den nächsten Teil.

Bild von Senara

Geduld

Vielen Dank - auch für die Geduld. So eine Muse ist ein launisches Wesen... :(

Bild von Lydia66

super geschrieben, und leider

super geschrieben, und leider der spiegel meines gefühlslebens im moment

vg lydia

Bild von Senara

oh weh

Liebe Lydia, dann wünsche ich Dir Kraft!

Bild von ragazza

Eigentlich...

...haben meine Vorgänger bereits alles gesagt, dennoch möchte  ich Dir gerne Rückmeldung geben, denn Du hältst mir direkt einen Spiegel vor!

Es ist unglaublich, wie gut ich mich in diesem Gefühlschaos wiederfinde -  diese so perfekt von Dir geschilderte Unsicherheit in der Kommunikation  - immer noch (nach inzwischen vier Jahren) hadere ich mit mir und zweifle, ich will den richtigen Ton treffen, will meine Bedürfnisse rüberbringen und trotzdem keinen Druck machen (eben cool bleiben)... Dabei in mir -  authentisch zu bleiben, ist unglaublich schwer...

Riesenlob für diese perfekte Story, ich freue mich auf mehr!!

Bild von Senara

wiedergefunden

Liebe(r) ragazza,

bitte glaube mir wenn ich Dir sage, dass ich mich sehr über Deinen Kommentar gefreut habe. Nicht nur, weil Du Dir die Mühe gemacht hast, obwohl ja Deiner Meinung nach schon alles gesagt war, sondern auch, weil es mich sehr berührt, wenn die Menschen sich in meiner Geschichte wiederfinden. Immer habe ich die Autoren bewundert die es geschafft haben, mich mit ihrem Buch komplett aus der Realität in eine andere Welt zu ziehen. Und das funktioniert in aller Regel am besten, wenn man sich mit einem ganz bestimmten Aspekt identifizieren kann. Ich weiß, wahrscheinlich stöhnen gleich Einige gequält auf, wenn ich das sage: Der Grund für den unglaublichen Erfolg der Twilight-Saga lag weiß Gott nicht in der überragenden Fantasie der Schriftstellerin oder ihrem Stil. Nein. Die Ursache für die Millionen Fans liegt in der Tatsache, dass sich jede(r) Einzelne in den Büchern wiederfindet. Deswegen ist Dein Kommentar ein so großes Kompliment für mich.

So sehr ich mich über das Lob freue, so sehr bitte ich aber auch um Eure Kritik! Nur so kann ich mich weiter entwickeln.

Vielen lieben Dank!

Senara

Bild von dark_temptation

ich schließe mich an..

kann mich allen beiträgen bis jetzt anschließen. die story gefällt mir so gut, dass ich mich jetzt extra dafür registriert hab um dir das mitzuteilen. du beschreibst es so wahnsinng realistisch, dass man wirklich mit der figur/den figuren mitfühlen kann. bitte weiter so!!! :-)

Bild von Senara

dark_temptation

Hi!

Du glaubst gar nicht, wie sehr mich das freut! Danke! Dann haben sich die vielen Kalorien durch Latte Macchiato und Kuchen ja schon gelohnt... 

Ehrlich gesagt bin ich gespannt, ob das mit dem Mitfühlen zukünftig weiter so funktioniert und wenn ja, ob die Leute das dann auch gut finden! Eine Leserin meinte mal, ich solle doch gegebenenfalls bitte eine Warnung an den Anfang stellen, damit sie nicht von Brechreiz liest, wenn sie gerade frühstückt... *lach*

Über Kommentare, die auch gern Krititk enthalten dürfen (!!!), freue ich mich immer! (Übrigens ist das bald auch über meine homepage http://www.akajoy.com möglich. Ich arbeite daran...)

In diesem Sinne hoffentlich bis bald,

Senara

Bild von dark_temptation

also wenn du den brechreiz schaffst...

... dann geht das auch in Ordnung gg sollte Kritik angebracht sein wird sie kommen ;-) bis jetzt kann ich (leider) nichts aussetzen, kann aber gerne nach Beistrichfehlern suchen, wobei die auch nicht wirklich meine Stärke sind wink

Bild von djamila

und wieder

war ich oder nein bin ich fasziniert und zugleich in meine eigene Vergangenheit versetzt worden. Absolut genial geschrieben. Ich freue mich auf weiteres. Volle Punktzahl wie immer...

Bild von Pepex

Genial!

Ich bin total begeistert von deiner Geschichte. So eine sprachliche Qualität, soviel Detailtreue und Gefühl liest man selten in einer BDSM Geschichte. Die Figuren leben und du zeigst nicht nur ihre Rolle als D/s sondern beschreibst sie als ganze Personen mit Ecken und Kanten. Toll. Ich kann mich in ihm wirklich gut wiederfinden. Und weil es schon einige in Bezug auf ihn gesagt haben, hier auch mal zu ihr: so eine Sub, mit so einem Engagement und einer solchen Hingabe kann sich jeder Dom nur wünschen.

Ich hoffe du schreibst bald weiter, weil deine Geschichte inspiriert. Du bist hier dabei was ganz Großes zustandezubringen. Bleib dran.

Bin sehr gespannt wies weiter geht,
Pepex

Bild von Senara

tut gut

Hallo Pepex,

vielen Dank für Dein Lob. Ob das was ganz Großes wird, möchte ich bezweifeln. Aber ich schreibe auf jeden Fall weiter. 

Du hast mich mit Deinem Kommentar auch auf etwas aufmerksam gemacht, was mir bis dahin gar nicht so aufgefallen war: Sowohl von Subs als auch von Doms bekomme ich die Rückmeldung, dass sie sich in meiner Geschichte wiederfinden. Es kamen von beiden Seiten auch schon positive Kommentare den Herrn betreffend. Aber Du hast Recht: "Beurteilungen" der beschriebenen Protagonistin gab es bisher keine. Vielleicht liegt das daran, dass die meisten Verfasser von Reviews bemüht sind, Plot und Stil sachlich zu bewerten und inhaltliche Beurteilungen zu vermeiden. Nichtsdestotrotz danke ich Dir für diese Anmerkung. Irgendwie tut das gut.

Bis zum nächsten Kapitel ;-)

Senara



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